Zentrales Thema einer nachhaltigen Planung ist die Übernahme der Verantwortung auch für künftige Generationen. Hier ist der Blick vor allem auf den Flächenverbrauch, die Orts- und Gewerbeentwicklung, die Verkehrsentwicklung sowie auch auf den Energieverbauch und -verwendung zu legen. Mit der Teilnahme am staatlich geförderten Programm "aktive Stadt und Ortsteilzentren" und dem Engagement eines Citimanagers wurden die Weichen gestellt unsere Ortsteilzentren zu beleben und den Leerstand alter Gebäude in diesen Bereichen aktiv anzugehen.

 

In Bezug auf die Energiewende ist der Einsatz von erneuerbarer Energie (z.b. in Blockheizkraftwerken) in unserem Ort zu begrüßen. Jedoch müssen auch die Auswüchse einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Eine Energiewende um jeden Preis ist im Interesse der Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Zukunft abzulehnen. Hier dürfen beispielsweise überdimensonierte Biogasanlagen mit der Gefahr von Monokulturen für Biomasse oder Solar- und Windkraftanlagen nicht unreflektiert betrachtet werden. Gerade letztere, welche Strom zu Zeiten produzieren, zu denen ein Überangebot besteht und die Energie fast umsonst in Ausland verschenkt werden muss um dann zu Bedarfsspitzen für teures Geld wieder aus dem Ausland gekauft werden muss, sind in unserer Gegend kritisch zu sehen. Dies so lange, bis eine Möglichkeit zur Stromspeicherung besteht und solche Anlagen auch ohne Subventionen wirtschaftlich betrieben werden können. Auch die Betriebszeiten unter Volllast, welche in unserer Gegend nur sehr selten erreicht werden, müssen weit über die derzeit ca. 25% hinausgehen. Nähere Infos auf unseren Hintergrundseiten <HIER>

 

Für Gewerbe und Industrieansiedlungen sind entsprechende Flächen notwendig, die jedoch selektiv und vorsichtig gewählt werden müssen. Insbesondere ist das bedarfsgerechte Angebot und auch die steuerlichen Möglichkeiten der Steuerung über die Gewerbesteuer-Hebesätze fein abzustimmen.

 

Für die Zukunft bieten sich durchaus auch Flächen für Gewerbe und Industrie in Anbindung und direkter Nachbarschaft der umliegenden Städte und Gemeinden (hier z.B. Aschaffenburg oder Niedernberg im Bereich entlang der stark befahrenen und zukünftig auszubauenden B469) besser an als hierfür Wiesen, Ackerland oder Wälder in der Nähe der Wohnbebauung auszuweisen. Dies würde die zu erwartenden Konflikte in direkter Nachbarschaft zur Wohnbebauung in Bezug auf die Emissionen (Lärm, Staub, etc) von vorne herein reduzieren.


Für Gewerbeansiedlung bestehen derzeit jedoch bereits umfangreiche Flächen:

Industriegebiet Kautbühl (Großostheim)

Neu ausgewiesen werden soll ein Industriegebiet nördlich zum bestehenden Industrie- und Handelspark in Richtung Flugplatz. Dieses soll großflächige Grundstücke zur Verfügung stellen, die mit einer Ringstraße erschlossen werden. Der entsprechende Bebauungs- und Grünordnuungsplan wurde am 16.10.2014 im Gemeinderat vorgestellt und befürwortet.

Industrie- und Handelspark

Hier stehen bereits im bebauten Industriegebiet Gebäude zur Miete und eventuell Kauf zur Verfügung. Sowohl Büro als auch Hallen für verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten.  Der IHP befindet sich direkt an der Umgehungsstraße, südlich angrenzend des o.g. Industriegebiets Kautbühl.

Gewerbegebiet Alte Häge (Ringheim)

In Ringheim in herrlicher Waldrandlage wurde in den letzten Jahren ein Gewerbegebiet erstellt, wo Gewerbetreibende Flächen in unterschiedlichen Größen vorfinden. Leider stehen dort auch bereits die ersten leerstehenden Gebäude. Das ursprüngliche Unternehmen, für welches man unbedingt eine Gewerbefläche ausweisen und hierfür Waldflächen rodete, hatte das Angebot ausgeschlagen und ist abgewandert. An der Umsetzung hat man trotzdem festgehalten - damals ohne konkreten weiteren Bedarf.

Gewerbeflächen Ostring (Ringheim)

Am östlichen Ortseingang von Ringheim erweitert man derzeit die bestehenden Gewerbeflächen. Anlass waren die berechtigten Erweiterungspläne einer ortsansässigen Bäckerei. Leider hat man hier die Gunst der Stunde genutzt und weitere Waldflächen - wieder ohne konkreten Bedarf anderer Unternehmen - als Gewerbeflächen auszuweisen. Zum einen wollte man gerade Grenzlinien schaffen als auch bereits bestehende Schwarzbauten legalisieren. Zumindest für eine Außgleichsfläche für den geopferten Wald hat man Sorge getragen.



Für Wohnbebauung gibt es derzeit unter anderem folgende Möglichkeiten:

neue Wohngebiete

In der Planung befinden sich derzeit die Flächen des Baugebietes "Holzweg" in Pflaumheim und "Baumschulgarten" in Ringheim, welche beide allerdings noch nicht erschlossen und abschließend beplant sind.

Nähere Informationen finden sie HIER.

bestehende Wohngebiete

Aufgrund leerstehender Gebäude und noch unbebauter Grundstücke finden sich auch in bestehenden Wohngebieten immer wieder Möglichkeiten für den Wohnungsbau. Aktuell sind hier die Zentrumsbebauung "Kanzleistraße" zu nennen, welche kurz vor der Verweirklichung steht. Auch ein Citimanager hilft in Großostheim bei der Suche nach Möglichkeiten und zeigt Fördermöglichkeiten, speziell in Großostheim auf.